KOMPAKTWISSEN
ZAHNGESUND GENIEßEN
Wer möchte nicht gerne ein strahlendes Lachen mit gesunden Zähnen zeigen. Dafür sorgt jedoch nicht nur regelmäßiges Zähneputzen, auch eine ausgewogene und genussvolle Ernährung unterstützt die Gesundheit Ihrer Zähne. Eine „kauaktive“, zuckerarme Kost trägt dazu bei, das Risiko für Plaquebildung, Zahn- und Zahnfleischerkrankungen zu verringern. Dass diese ganz nebenbei noch sehr lecker schmeckt, zeigt beispielsweise der Möhren-Sesam-Salat. Besonders ballaststoffreiche, pflanzliche Lebensmittel wie Vollkornbrot, Gemüserohkost und frisches Obst regen durch intensives Kauen die Bildung von zahnschützendem Speichel an. Deshalb sollten Sie täglich 3 Portionen Gemüse (davon die Hälfte roh) und 2 Portionen frisches Obst kauen. Bei Getreideprodukten sollten Sie Kauintensives wie echte Vollkornprodukte, z. B. Vollkornbrot oder Müsli mit Vollkornflocken, bevorzugen.
Calcium macht Zähne stark
Calcium ist ein Mineralstoff in der Nahrung, der unter anderem für den Aufbau und die Festigkeit von Knochen und Zähnen gebraucht wird. Als Bestandteil des Speichels dient Calcium der Reparatur geschädigter Zähne. Für eine ausreichende Calciumversorgung empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) eine Zufuhr von 1000 mg pro Tag für Erwachsene. Milch und Milchprodukte sind die besten Calciumlieferanten unter den Lebensmitteln. Denn diese enthalten nicht nur relativ viel, sondern auch für den Körper gut verwertbares Calcium. Um die Calciumversorgung abzusichern, sind 3 Portionen Milch und Milchprodukte pro Tag empfehlenswert. Eine Portion entspricht dabei 1 Glas Milch, 1 Becher Joghurt oder 1 Scheibe (30 g) Käse. Gemüse (wie Grünkohl, Spinat oder Brokkoli), Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen sowie Mineralwasser (ab 150 mg Calcium pro Liter) können die Calciumversorgung ergänzen. Probieren Sie doch einmal unser Grünkohl-Rezept aus. Dies schmeckt nicht nur hervorragend, sondern liefert auch viel Calcium für Ihre Zähne.
Fluorid schützt die Zähne
Fluorverbindungen sind am Aufbau und Erhalt der Zahnsubstanz beteiligt und tragen zum Schutz vor Karies bei. Denn Fluoride fördern die Remineralisation der Zähne, das heißt die Aufnahme von Mineralstoffen in den Zahn. Fluoride machen den Zahnschmelz widerstandfähiger. Darüber hinaus hemmen sie den Stoffwechsel und das Wachstum der Bakterien und somit die Bildung von zahnschädigenden Säuren und Plaque. Neben fluoridhaltigen Zahnpasten, Mundspülungen, etc. wird Fluorid auch über Lebensmittel und Getränke aufgenommen. Fluorid kommt überall in der Natur vor. Der Flouridgehalt in Trinkwasser und Lebensmitteln ist in Deutschland jedoch relativ gering und trägt nur unwesentlich zur Fluoridversorgung bei. Ausnahmen bilden schwarzer Tee sowie einige Fischwaren (z. B. Ölsardinen, Sprotten). Wegen seiner anregenden Inhaltsstoffe sollten Sie Schwarztee nur in Maßen (3 Tassen pro Tag) trinken. Einen wirksamen Beitrag zur Kariesvorbeugang kann fluoridiertes Speisesalz leisten. Es enthält 250 mg Fluorid pro Kilogramm und ist in Deutschland als „Jodsalz mit Fluorid“ erhältlich. Für die Wirksamkeit reichen jedoch schon kleine Mengen. Grundsätzlich wird empfohlen, zum Würzen, Kochen und Backen täglich nicht mehr als 6 g (etwa 1 Teelöffel) Salz zu verwenden. Eine weitere Möglichkeit ist Mineralwasser, das mehr als 0,7 mg Fluorid pro Liter enthält. Auch dieses kann zur Fluoridversorgung der Zähne beitragen.
Tipps für „Naschkatzen“
Eine „zahnfreundliche“ Ernährung muss auf Süßes nicht verzichten. Es kommt auf die tägliche Zuckermenge und die Häufigkeit des Verzehrs an. Entscheidend für die Kariesbildung ist vor allem, wie oft „genascht“ wird. Denn nach jedem Naschen wird Säure produziert und der Zahnschmelz angegriffen. Wird häufig genascht, hat der Speichel nicht genügend Zeit, die Zähne durch Neutralisierung der Säuren zu schützen. Deshalb: Nur 1- bis 2-mal täglich Süßes „naschen“ – am besten nach den Hauptmahlzeiten. Anschließend Zähneputzen nicht vergessen! Eine Ausnahme bilden saure Süßigkeiten. Da die Säuren den Zahnschmelz aufgeweicht haben, sind die Zähne sehr empfindlich und anfällig für mechanischen Substanzverlust durch Zähneputzen. Deshalb sollte nach dem Genuss saurer Süßigkeiten oder saurem Obst der Mund erst mit Wasser oder einer Fluoridspüllösung ausgespült werden. Der „saure“ Speichel kann auch mit etwas Milch oder Käse neutralisiert werden. Die Zähne sollten erst nach etwa einer ½ Stunde geputzt werden.
